Zubehör Box mit 18 Fächern, Abmessungen ca. 27,5x19x5 cm.
Game Factory (2025)
(2 Bewertungen. Jetzt bewerten!)Die grosse Reise ist ein Familienspiel für 2 bis 8 Personen ab 8 Jahren mit 20 Minuten Spieldauer. Schlüpft in die Rolle von Zugvögeln und wagt die riskante Reise in den Süden. Wählt eure Flugstrategie, meistert Gefahren wie Stürme und Jäger und erreicht als Erster das Winterquartier. Mit spannendem Push-Your-Luck-Mechanismus und realistischen Vogelarten.
Wagemutig in den Süden! Jedes Jahr wagen Millionen von Vögeln aufs Neue ein immenses Abenteuer: Die große Reise in den Süden, wo sie einen warmen Winter mit Nahrung in Hülle und Fülle verbringen werden.
Schlüpft in die Rolle von Zugvögeln, begebt euch auf eine Odyssee über tausende Kilometer, trotzt den unzähligen Gefahren, die euch auf dem Weg erwarten und wählt die beste Flugstrategie, um als Erster im lauschigen Süden anzukommen. Pass dich dabei deiner Vogelart an und riskiere genug, um richtig schnell voranzukommen – aber besser nicht so viel, dass du auf der Strecke bleibst …
Gefahren wie Zusammenstöße, Stürme oder Jäger warten auf den risikoreichen Flug in den Süden. Ihr müsst die Risiken jeder Flugetappe abwägen, eure Flughöhe mit Bedacht wählen und landen, bevor ihr abstürzt.
Jeder Spieler wählt dabei seine eigene Vogelart, alle mit ihren eigenen Stärken und Schwächen, Start- und Zielorten. Jeder Vogel hat unterschiedliche Toleranzen für die verschiedenen Gefahren. Dies sorgt für Spannung und Wiederspielreiz und spiegelt nicht zuletzt die effektiven Herausforderungen dieser Vögel. Der sogenannte Push-Your-Luck Mechanismus sorgt in jeder Etappe für Nervenkitzel und die Frage: "Flieg ich noch auf die nächste Karte?".
Wird eine Gefahr aufgedeckt, bei der der Gefahrenmarker bereits am Anschlag ist, kommt es zum Absturz. Gut, wenn man durch einen Wechsel der Flughöhe noch auf eine andere Gefahr ausweichen kann. "Jetzt aber schnell landen!" Egal ob Schwarzmilan, Weißstorch, Rauchschwalbe oder Gartenrotschwanz – wer sein Winterquartier als Erster erreicht, gewinnt!
Mit sorgfältig recherchierten Fakten zu Zugvögeln und den Gefahren, denen sie sich stellen müssen
Fragen Sie uns einfach, falls Sie weitere Informationen zu diesem Artikel benötigen oder ein bestimmtes Spiel in unserem Shop nicht finden können.
Das Spiel sieht komplexer aus als es tatsächlich ist.
Ich würde sogar soweit gehen und sagen, die Komplexität ist die größte Stärke des Spiels, aber auch die größte Schwäche.
Wieso ist das so?
Das Spiel wirkt vom Thema und der Aufmachung komplizierter als es ist.
Wenn man sich das Spiel in der Anleitung durchliest oder 1x durchspielt, ist es dann wirklich sehr verständlich und vor allem für Familien gut geeignet.
Es herrscht eine angenehme Verbindung zwischen dem Thema (Vögel) und der gut funktionierenden Mechanik (Push-Your-Luck) des Spiels.
Im Grunde genommen ist es ein Wettrennen von verschiedenen Vogelarten mit ein bisschen asymmetrischer Planung, denn:
Jeder Vogel startet von einem anderen Punkt aus, hat ein anderes Ziel und wählt vermutlich auch eine andere Route.
Es gibt Vögel, die haben von Haus aus weniger weite Routen (z.B. Krickente), da sie viel mehr einer Gefahr ausgesetzt sind und dadurch immer eher kürzere Wege gehen müssen.
Das Spielprinzip ist aber sehr ausbalanciert, dadurch hat im Prinzip meiner Meinung nach kein Vogel einen Nachteil.
Das Spiel ist gut durchdacht und macht auch Spaß.
Nun komme ich zu meinem Aber:
Strategisch ist hier nicht extrem viel Tiefe vorhanden. Jeder Spieler trifft für sich seine Entscheidungen.
1) In welcher Flughöhe möchte ich fliegen?
2) Soll ich noch weiterfliegen oder vorsichtshalber lieber landen?
3) Welche Route wähle ich zu meinem Ziel?
So gibt es schon auch einige taktische Entscheidungen, die sowohl auf Glück als auch Verstand basiert sind.
Interaktion gibt es hier wenig bzw. fast gar nicht (jeder spielt für sich).
Ergänzend möchte ich noch sagen, dass das Spiel in fast allen Spieleranzahlen gut funktioniert. Ideal sind hier vermutlich 4 bis 6 Spieler, aber auch zu dritt, zu siebt oder acht macht das Spiel Spaß.
Zu zweit ist vermutlich zu wenig Konkurrenz, aber grundsätzlich ist das Spiel auch zu zweit spielbar.
Nett auszuprobieren ist es auf jeden Fall. Ob es für einen Kauf reicht, muss Jeder für sich entscheiden.
Die Anleitung hätte man in 1-2 Punkten noch besser formulieren können:
1) Wenn man einen Absturz durch ein Aufwindplättchen verhindert, darf man noch weiterfliegen. Die Etappe ist damit nicht automatisch zu Ende. Für mich nicht 100% ersichtlich in der Anleitung.
2) Belegte Felder von anderen Vögeln werden beim Zählen der Felder ganz normal mitgezählt und nicht übersprungen.
3) Die Startfelder zählen beim Zählen nicht mit, d.h. auch wenn man z.B. nicht ganz beim Weg startet, zählt erst das erste Feld des Weges als erstes Feld.
Review-Fazit zu „Die Grosse Reise“, einem lehrreich schicken Reisespiel.
[Infos]
für: 2-8 Spieler
ab: 8 Jahren
ca.-Spielzeit: 15-30min.
Autor: Charlec Couronnaud
Illustration: Maud Briand, Andreas Rocha und Guillaume Tavernier
Verlag: Game Factory
Anleitung: deutsch
Material: sprachneutral
[Download: Anleitung/Übersichten]
dt.: [Link Entfernt] (s. Download)
[Fazit]
„Die große Reise“ entfaltet sich wie ein atmosphärisches Naturdokumentarspiel, das den Tisch in eine gewaltige Zugroute verwandelt. Zwischen Thermik, Gegenwind und unsichtbaren Gefahren beginnt ein Wettlauf in den Süden, der weniger wie ein klassisches Wettrennen wirkt und mehr wie ein Balanceakt zwischen Mut, Kalkül und dem stetigen Risiko, vom Himmel zu fallen. Das Spiel verbindet dabei ein zugängliches Regelwerk mit einem erstaunlich thematischen Kern, der die realen Herausforderungen von Zugvögeln spürbar macht.
Zu Beginn wählt jede Person eine Vogelart, die nicht nur optisch, sondern auch spielmechanisch eigene Eigenschaften mitbringt. Schwarzmilan, Weißstorch, Rauchschwalbe oder Gartenrotschwanz – alle starten an unterschiedlichen Orten und besitzen individuelle Gefahrenleisten, die anzeigen, wie anfällig sie für Erschöpfung, Wind, Raubtiere, Zusammenstöße, Jagd oder Verschmutzung sind. Manche Arten sind gegen bestimmte Risiken sogar immun, was sich direkt auf die Flugstrategie auswirkt. Auf dem persönlichen Tableau liegt zu jeder Gefahr ein Marker ganz links – und jeder Schritt nach rechts bedeutet wachsende Bedrohung.
Der Flug selbst verläuft in Etappen, die jeweils aus bis zu zwölf Runden bestehen. In jeder Runde wird eine neue Flugkarte aufgedeckt, die drei Flughöhen zeigt: niedrig, mittel und hoch. Jede Höhe kann eine Gefahr enthalten, manchmal auch keine. Die Vögel bewegen sich Karte für Karte weiter, indem sie auf der gleichen Höhe bleiben, aufsteigen oder absteigen. Doch nur auf der niedrigen Flughöhe ist eine Landung möglich – und wer nicht rechtzeitig landet, riskiert den Absturz.
Sobald eine Figur auf einer neuen Karte platziert wird, muss die dort angezeigte Gefahr abgehandelt werden. Der entsprechende Marker auf dem Tableau wandert ein Feld nach rechts. Steht er bereits am äußersten Rand, stürzt der Vogel ab. Ein Absturz beendet die Etappe für diese Figur sofort, der Reisemarker auf dem großen Spielplan bleibt stehen und als Trost gibt es ein Aufwindplättchen. Diese Plättchen dienen als einmalige Rettung. Ist eines offen und würde ein Absturz drohen, wird es stattdessen umgedreht und die Gefahr ignoriert. Erst ein weiterer Absturz wäre endgültig.
Wer sicher landet, legt seine Figur unter die Karte, bei der die Landung erfolgt ist und darf am Ende der Etappe den Reisemarker um die dort angegebene Anzahl Felder vorwärts bewegen. Die Flugkarten zeigen unterschiedliche Reichweiten – frühes Landen bedeutet Sicherheit, aber wenig Fortschritt; spätes Landen bringt große Sprünge, aber auch ein hohes Risiko. Besonders spannend wird es, wenn sich der Reisepfad verzweigt und unterschiedliche Routen mit verschiedenen Gefahren zur Wahl stehen. Manche Wege sind kürzer, andere sicherer, wieder andere locken mit großen Etappenfeldern.
Nach jeder Etappe werden alle Gefahrenmarker wieder auf ihre Ausgangsposition gesetzt. Doch Vorsicht, landet der Reisemarker auf einem Feld mit Gefahrensymbol, wird die entsprechende Leiste sofort um einen Schritt erhöht – ein Nachteil für die kommende Etappe, der das Spielgefühl noch dynamischer macht. Abgestürzte Vögel müssen diesen Effekt nicht erneut auslösen, wenn sie bereits auf einem solchen Feld stehen.
Die Etappe endet spätestens nach der zwölften Flugkarte. Dann landen alle Vögel, die sich noch auf der niedrigen Flughöhe befinden, automatisch, während alle anderen abstürzen. Anschließend beginnt die nächste Etappe mit frischen Karten, neuen Entscheidungen und der Frage, wie weit man diesmal gehen möchte.
Das Spiel endet, sobald ein Vogel eines seiner Winterquartiere erreicht hat. Da jede Art mehrere mögliche Ziele besitzt, entstehen unterschiedliche Rennverläufe. Sollte es mehrere Ankünfte gleichzeitig geben, entscheidet die Zahl der Aufwindplättchen – wer weniger Abstürze hatte, triumphiert.
„Die große Reise“ lebt von der ständigen Spannung zwischen Risiko und Kontrolle. Jede Karte zwingt zu einer Entscheidung, jede Gefahr baut Druck auf und jede Landung fühlt sich wie ein kleiner Sieg an. Gleichzeitig vermittelt das Spiel erstaunlich viel Wissen über Zugvögel, ohne belehrend zu wirken. Die Beschreibungen der Arten, die realistischen Gefahren und die Mechanik des Etappenflugs greifen ineinander wie ein thematisches Uhrwerk.
Am Tisch entsteht ein stetes Raunen, wenn eine neue Karte aufgedeckt wird, ein kollektives Aufatmen bei sicheren Höhen und ein hörbares Zusammenzucken, wenn ein Marker an den Rand rückt. Die Mischung aus Push?your?Luck, Streckenplanung und sanfter Asymmetrie macht jede Partie anders. Mal gleitet ein Vogel elegant durch die Thermik, mal kämpft er sich mühsam durch widrige Bedingungen, mal stürzt er kurz vor einer perfekten Landung ab.
So wird „Die große Reise“ zu einem Spiel, das nicht nur unterhält, sondern auch ein Gefühl für die gewaltigen Herausforderungen vermittelt, denen Zugvögel tatsächlich ausgesetzt sind. Ein atmosphärisches, leicht zugängliches und zugleich spannendes Rennspiel, das seine Thematik nicht nur illustriert, sondern spielmechanisch erlebbar macht.
[Note lt. Kompetenz-Team]
5 von 6 Punkten.
[Links]
BGG: [Link Entfernt]
HP: [Link Entfernt]
Ausgepackt: n/a
[Galerie: 12 Fotos]
heimspiele_info
Inhalt SPIEL DOCH! 1-2018:
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